Was habt Ihr gegen die Anwohner der Berliner- und Nordstraße?

 

 

 

 

Liebe Verkehrsplaner von Mettmann und Verfasser des aktuellen Verkehrsentwicklungsplans,

es wurden 10.000 Fahrzeuge/Tag umverteilt von der Flintrop - Breite Straße zur Osttangente oder zur Nordstraße. Gut, von den 10.000 fahren jetzt auch ein paar über den Goldberg oder die Lutterbecker-/Eichstraße, aber der Verkehr in der Nordstraße hat seit der Netztrennung deutlich zugenommen. Auch mautflüchtige LKW-Fahrer nutzen die Nordstraße inzwischen gerne mit Ihren 40-Tonnern.

Jetzt ist endlich der Schlussbericht vom 29.5.2019 des Verkehrsentwicklungsplan https://www.mettmann.de/verkehr/pdf/VEP_Schlussbericht_V14.pdf zusammen mit dem Anlagenband vom 27.5.2019 https://www.mettmann.de/verkehr/pdf/VEP_Schlussbericht_Anlagen.pdf erschienen.

Bitte nicht ausdrucken, das ist Umweltverschmutzung! Insgesamt 350 Seiten!!!!

Nach dem Motto: "In der Masse lässt sich Vieles verstecken oder wer sucht schon die Nadel im Heuhaufen" wurden wieder zusätzliche Nettigkeiten für die Nordstraße erfunden.
Aber es gibt sie doch noch, die Leser solcher Pamphlete!

Vorab, liebes Büro Baier: Es gibt inzwischen die Variante "TIM-Online 2", wo es aktuellere Luftbilder gibt, z.B. inclusive der Seibelquerspange. Solch alte Karmellen mit dem Datum 2019 zu versehen würde ich mich in meiner Firma nicht trauen. Auch sollte man den Stadtplan etwas genauer studieren, Zum Beispiel das Bild A7 des Anlagenbandes ist nicht wie getextet die Kreuzung Düsseldorfer- / Berliner Straße sondern es handelt sich um die Kreuzung Düsseldorfer- / Breslauer Straße.

Pförtnern - das ist wohl das neue Zauberwort. Auf Seite 74 wollen sie den Verkehr von der Düsseldorfer Straße Richtung Stadtmitte über die Berliner- und Nordstraße wegpförtnern. Die Berliner- und Nordstraße sollen "gestärkt" werden. Welch ein Hohn!

Im Anlagenteil sind zwar ein paar Zählungen des Schwerverkehrs enthalten, aber im Bericht wird auf dieses Problem in keinster Weise eingegangen. Liebe Verkehrs- und Verkehrsentwicklungsplaner: erlöst uns doch bitte vom Schwerlastverkehr. Es sollte kein Problem sein, die Stadt für LKW > 3,5 t zu sperren mit Ausnahme des Be- und Entladens.

So, nachdem jetzt der MIV (motorisierter Individualverkehr) über die Nordstraße gestärkt wurde, wenden sich unsere Planer im Kapitel 5.5. dem Fussgänger- und Radverkehr zu.
Kapitel 5.6.3 hat die Nordstraße zum Thema und man schlägt da als erstes vor, die Parkplätze am Fahrbahnrand zugunsten von Fahrradschutzstreifen zu streichen. Abgesehen dass Parkplätze im Bereich der Nordstraße nicht allzu üppig zu finden sind, wissen Sie was Sie vorschlagen? Bereits jetzt wird bergab häufig mit Geschwindigkeiten jenseits der 50 gefahren. Bremsend wirken hier eigentlich nur die geparkten Autos. Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Fahrrad auf dem Schutzstreifen und werden mit Tempo 50+ von einem Bus oder LKW überholt. Auch wenn unser Verkehrsminister einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m fordert........

Noch ein paar Fragen:

Warum wurden eigentlich nach der Netztrennung keine Verkehrszählungen mehr durchgeführt? Sind die berechneten Zahlen für 2030/35 jetzt schon übertroffen?

Warum werden die Bürger in solche Planungen nicht besser einbezogen?

Warum wird das Thema Verkehrslärm, das seit 2013 in die Planungen einbezogen worden sein sollte nicht angesprochen?

Auf jeden Fall würden wir uns auf eine Antwort auf unsere Ausführungen sehr freuen. Wir werden bei der Präsentation des Oevre am 4. Juli interessiert dabei sein.

 

 

 

 

 

Ihr Vorschlag zur Lärmreduzierung in Mettmann:

 

Kategorien: Alle LAP

05. Juni 2019, 13:51

Etappensieg: Es wird ein Lärmaktionsplan erstellt!

Link zu 'Artikel der RP zum Thema: [https://rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/verkehrsprobleme-in-mettmann_aid-38654701]
Die Stadtverwaltung hat zugesagt, dass der Lärmaktionsplan für Mettmann in den nächsten 9 bis 12 Monaten durchgeführt wird. Dabei sollen auch nachrangige Straßen berücksichtigt werden. Im Bild ist die aktuelle Lärmkarte zu sehen, inklusive der Regiobahn.

Nachrangige Straßen sind Gemeinde- und Kreisstraßen, die bisher nicht in der Lärmkartierung aufgeführt werden.

Eine intensive Bürgerbeteiligung wurde ebenso zugesagt. Dies sollen sowohl Veranstaltungen sein als auch Information über das Internet. Auf jeden Fall sollten sich alle schon mal Gedanken machen, was besser werden kann.

Mir fällt da auf jeden Fall schon mal ein komplettes Tempo 30 auf der Nordstraße ein in Verbindung mit einem LKW-Fahrverbot von 22:00 - 6:00 h. Auch eine Begrünung der Mauer im Bereich Nordstraße 61 - 71 könnte sicherlich zu einer Reduzierung des reflektierten Schalls beitragen.

Gerne werden wir die Vorschläge unserer Leser sammeln und bei der Stadtverwaltung mit einbringen. Bitte über die Kommentarfunktion in unserem Blog oder per Mail an initiativen.fuer.​mettmann@gmail.com

Wir werden auf jeden Fall regelmäßig bei Herrn Geschorec nachfragen.

Des weiteren wurde zugesagt, dass 3 neue Verkehrspannel angeschafft werden. Wir meinen, dass diese Pannel mit Ihrer Anzeige ob zu schnell oder richtig mit Smileys einen Beitrag zur Einhaltung der Geschwindigkeiten beitragen.

Redakteur

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